Ablauf und Methoden

Schweißdrüsen Entfernen

Der erste Behandlungsschritt einer Hyperhidrose ist die Feststellung der Ursachen des übermäßigen Schwitzens. Da nicht in jedem Fall die Entfernung der Schweißdrüsen sinnvoll und notwendig ist, um das Leiden zu beenden, ist dieser Schritt von zentraler Bedeutung. Die gründliche Anamnese und Beratung durch einen qualifizierten Facharzt ist bereits Bestandteil der Therapie. Erst wenn der Experte zweifelsfrei feststellt, dass Ihr Problem nicht durch eine Primärerkrankung, ein korrekturfähiges Übergewicht, das Klimakterium, eine Allergie oder Arzneimittelnebenwirkungen verursacht ist, erfolgen weitere Behandlungsschritte.

Tests für die Wahl der besten Methode

Um das Ausmaß Ihrer Hyperhidrose festzustellen, müssen Sie verschiedene quantitative und qualitative Messungen des Schweregrades Ihrer individuellen Schweißsekretion durchlaufen. Auf dieser Basis entscheidet sich der Chirurg für eine der möglichen Methoden und bespricht mit Ihnen die jeweiligen Vor- und Nachteile.

Minimal-invasiv und schonend: die Saugkürettage

Das Absaugen der Schweißdrüsen ist die modernste und zugleich schonendste Möglichkeit, Schweißdrüsen zu entfernen. Nachdem Sie die Lokalanästhesie und als Angstpatient zusätzlich ein leichtes Beruhigungsmittel erhalten haben, wird durch zwei kleine Schnitte am Rand des Operationsfelds mit Hilfe einer Kanüle eine sogenannte Tumeszenzlösung in das Operationsgebiet eingebracht. Anschließend werden auf demselben Weg die gelösten Schweißdrüsen zusammen mit der leicht schmerzstillenden Flüssigkeit abgesaugt. In der Regel wird mit dieser etwa einstündigen Operation eine Normalisierung des Schwitzens erreicht.

Klassisch und noch immer von Bedeutung: Kürettage und Exzision

Sowohl das Auskratzen der Schweißdrüsen mit einem scharfen, messerähnlichen Chirurgenlöffel (Kürettage) als auch das Wegschneiden des Drüsengewebes (Exzision) garantieren einen größeren Behandlungseffekt als die einfache Absaugung. Die Wirkung beider Methoden ist jedoch nicht nur hinsichtlich der Schweißreduktion rigoroser. Auch die möglichen Operationsrisiken sind negativer zu beurteilen als im Fall der Absaugung. Wegen der drastischen Gewebeschäden und häufigen Komplikationen kommt speziell die Exzision nur noch in schweren Ausnahmefällen zum Einsatz. Hingegen kann je nach Schweregrad der vorliegenden Hyperhidrose die Kürettage mit der Absaugung kombiniert werden.

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